Historie Fußballverein Hombruch 09 - Gründungsjahre -
1888 wurde der erste Fußballverein in Deutschland gegründet (Berliner FC Germania 1888). 1874 wurde der Fußballsport aus England importiert. Dort wurde der erste Fußballclub am 24.10.1857 (Sheffield Football Club) gegründet. Die beiden Braunschweiger Lehrer Konrad Koch und August Hermann brachten die Idee, Regeln, die dem Rugby ähnelten und einen Ball in ihre Schule und orgnaisierten erste Spiele mit hiesigen Schülern.
Im Jahre 1909 war der Dortmunder Fußballsports im Entstehen begriffen. Führend war in diesen Jahren der Dortmunder Sportclub 1895 (heute TSC Eintracht Dortmund). In unserer Ortschaft Hombruch wurde der Fußballsport im wesentlichen nur von Schülern der höheren Schulen betrieben. Da der Mittelstürmer und der Rechtsaußen des Sportclubs 1895 Dortmund, die Gebrüder Schumann, in Hombruch wohnten, fanden die Schüler Fritz Storck, Ernst Storck, Walter Beimdick, Paul Flamkamp usw. durch diese Spieler den Anschluß an den Dortmunder Sportclub 1895. Aber nur einer von diesen Hombruchern Spielern schaffte es, in der ersten Mannschaft von 1895 zu spielen, und zwar der älteste Sohn unseres Gemeindevorstehers Heinrich Storck. Die anderen genannten Spieler spielten in den unteren Mannschaften des Dortmunder Sportclubs 1895. Es war seinerzeit eine außerordentliche Ehre, Mitglied von 1895 zu sein. Aber unsere jungen Hombrucher Fußballspieler fühlten sich in den Reihen der 1895er nicht wohl. Sie entschlossen sich, einen eigenen Fußballclub zu gründen. Im Herbst 1909 war es dann soweit. Der Verein wurde 1909 als Fußballverein Germania Hombruch gegründet. Die Mannschaft war nicht Mitglied des Westdeutschen Spielverbandes. Alle Spiele waren Freundschaftsspiele mit "wilden" Vereinen. Nach 1-2 Jahre traten finanzielle Schwierigkeiten auf. Einnahmen gab es nicht und die Unkosten, vor allen Dingen die Pacht für das Sportgelände (am Kaiser-Wilhelm-Hain/Teil des heutigen Westfalenparks) mussten alle von den Spielern selbst getragen werden. Meist bestanden die Vereine anfänglich nur aus den Spielern der Mannschaften.
Die Fußballer der Germania schlossen sich deshalb dem Hombrucher Turnverein Westfalia Hombruch (H.T.V.W.) als Abteilung an. Die Deutsche Turnerschaft trug innerhalb ihres Kreises Fußballmeisterschaften aus. Im Verlaufe der nächsten Jahre wurden die Fußballer führend im Turngau. Aufgrund der Differenzen zwischen dem Turnverband und des Westdeutschen (Fußball-)Spielverbandes verließen 1911 sieben Fußballer die Abteilung und schlossen sich dem FC 1892 Witten an. Der Verlust dieser Spieler war für die Mannschaft eine Katastrophe. Bei Ausbruch des 1. Weltkrieges wurden die älteren Spieler der Mannschaft zum Wehrdienst eingezogen. Damit bildeten nur noch Jugendliche die Mannschaft. Die Nachwuchsspieler nahmen an den Kriegsmeisterschaften 1916 teil, weil inzwischen die Differenzen zwischen Turnverband und Westdeutschen Spielverband beigelgt waren. Als am 1.5.1916 auch die 17-jährigen zum Wehrdienst einberufen wurden, kam der gesamte Fußballbetrieb zum erliegen. Ende September 1919 wurde die erste Versammlung im Jägerhof abgehalten und man beschloss die Abteilung im HTVW wieder aufleben zu lassen. Initiator der Versammlung war Erich Herberholz. Im Dezember 1919 trat zum ersten Mal wieder eine Hombrucher Mannschaft in der Öffentlichkeit an. In den Jahren 1920-1922 stand die Hombrucher Mannschaft ständig mit an der Spitze (B-Klasse). Hervorzuheben waren die Spieler Vogt (Torwart) und Grüter (Stürmer), die auch in der Dortmunder Auswahl spielten.
Am 21. Juli 1922 spaltete sich die Fußballabteilung von TV Westfalia Hombruch in Form einer Reinlichen Scheidung als Fußballverein Hombruch 09 (HFV 09) ab. Drei Jahre später fusionierte der HFV 09 mit dem Fußballverein Barop 08 zur Spielvereinigung Hombruch/Barop 08. Diese Fusion wurde jedoch schon 1926 wieder gelöst und übernahm wieder den alten Vereinsnamen.
1933 wurden durch die nationalsozialistische Regierung (NSDAP) Vereine konzentriert und das Führerprinzip eingeführt. So musste der HFV 09 zwangsweise (Stichwort: Gleichschaltung von Vereinen) mit dem SV Menglinghausen zum VfL Germania Hombruch 08 fusionieren. Im Februar 1946 nahm der Verein wieder den Namen Fußballverein Hombruch 09 an.
Am 19.08.1945 fand eine erste Zusammenkunft bei dem Wirt Schäfer (Unter den Linden) statt. Anfang 1946 fand eine außerordentliche Versammlung beim Wirt Minnerop statt. Die Zustimmung zum Beitritt des alten Westdeutschen Spielverband betrug 100 %. Der Verein wurde in der Bezirksklasse (Klasse unter der höchsten Liga, der Gauliga) zugeteilt. Der 1. Platz am Ende Saison führte nach einigen Aufstiegsspielen zum Aufstieg in die höchste Fußballklasse (Landesliga Westfalen). In der Saison 1946/1947 belegten das Team einen guten 6. Platz. Gegner in der Saison ware u.a. Borussia Dortmund, Spvg Erkenschwick und Preußen Münster. Mit dem TBV Mengede und der SV Arminia Marten waren weitere Dortmunder Vereine vertreten. Als zu dieser Zeit die Oberliga gegründet wurde, reichte die erreichte Platzierung nicht für diese Klasse aus. Wir wurden der Westfalenliga zugeordnet.
Vereinsgründer
Fritz Storck, Ernst Storck, Paul Flamkamp, Willi Heidenreich, Willi Schnieper, Ernst Schafmeier, Willi Schade, Walter Beimdick, Johann Brunner, Willy Storck und H. Tacke.
Die Genannten waren die Spieler der 1. Mannschaft. Der Verein schloss sich nicht dem Westdeutschen Spielverband an. Somit waren durchgeführte Begegnungen sog. "Wilde Spiele", d.h. Freundschaftsspiele. Erst mit der Aufnahme als Abteilung beim Hombrucher Turnverein Westfalia war es möglich an regulären Meisterschaften teilzunehmen. Allerdings die des Turnverbandes. Meisterschaftsspiele gegen Vereine des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) fanden nicht statt.
Aus der ältesten Zeit des Vereins (1909 u. 1910) liegen keine Bilder vor.
1. Fußballplatz an der Radrennbahn am Kaiser-Wilhelm-Hain
Die erste Sportstätte des HFV 09 im Innenbereich der Radrennbahn. Die Postkarte ist mit Mai 1910 gestempelt. Links ist ein Tor zu sehen, davor abgespielter Rasen. In den Anfängen des Fußballs musste ein Fußballtor nicht über eine Querlatte verfügen, sodass Tore in beliebiger Höhe erzielt werden konnten. Erst 1866 wurde ein Band zwischen den Torpfosten mit einem Abstand von 8 Feet (= 2,44 Metern) zum Boden vorgeschrieben. 1883 ersetzte die Querlatte dann dieses Band.
Leider führten die Kosten für Miete dazu, dass die Spieler des HFV 09 diese nicht mehr aufbringen konnten und sich deshalb als Abteilung dem Hombrucher Turnverein Westfalia anschlossen (ab 1911).
Fusion zur Spielvereinigung Hombruch/Barop 08 1925-1927
Aufgrund von finanziellen Problemen und Uneinigkeit bei Barop 08 drohte diesen der Ruin. Bevor es soweit war, schloss man sich im letzten Moment unserem HFV 09 an. Von nun an spielte man als Spvgg Hombruch-Barop 08 weiter. Aufgrund dieser Verstärkung spielte man bis 1927 in der Ruhr-Bezirksliga. Danach gingen die Vereine wieder getrennte Wege.
Fusion SV Menglinghausen und FV Hombruch 09 zum VfL Germania Hombruch 1933-1945
Nach der politischen Umwälzung 1933 wurden die Sportvereine einheitlich zusammengefasst. Die vielen kleinen Vereine verschwanden. In jedem Ort sollte nur noch ein Verein existieren. In diesem Zuge vereinigten sich Menglinghausen mit uns. In einer Versammlung im Wintergarten in Barop erhielt der neue Verein die Bezeichnung V.f.L. Germania 08.













